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Aachen. Auf den Spuren des ökologischen Fußabdrucks.

Kursnummer F23144 
Kursbeginn So., 07.05.2023 
Kursende Fr., 12.05.2023 
Dauer 5 Tage 
Unterrichtseinheiten 40 
 
Mindestteilnehmerzahl 10 
Höchstteilnehmerzahl 16 
 
Teilnahmebeitrag 669,00 € 
Einzelzimmerzuschlag 120,00 € 
Kursgebühr ohne Unterkunft 419,00 €
Leistungen 5 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im 1/2 Doppelzimmer mit DU/WC; Studienleitung, Fachführungen, Begegnungen und Eintritte laut Programm, Transfers mit ÖPNV vor Ort.
Nicht enthalten: An- und Abreise. 
Anerkannt: Baden-Württemberg
Bundesbeamte
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Saarland

weitere Anerkennungen möglich
 
Kursleitung Bertram Weisshaar Akademie LandPartie, Denkwege e.V.
Kursort: Hotel am Marschiertor, Aachen
Wallstraße 1-7
52064 Aachen
www.hotel-marschiertor-aachen.de
 
Dokumente zum Download Infoflyer Aachen - Bildungsurlaub 2023
Programmablauf Aachen - Bildungsurlaub 2023

Bei diesem Bildungsurlaub erhalten Sie Einblicke in denkbar unterschiedlichste "Fußabdrücke", die auf kulturelle Praktiken und Landnutzungen verweisen, die teils viele Jahrhunderte zurückreichen. Im Raum Aachen liegen zahlreiche derartige "Abdrücke" so dicht benachbart, dass sie innerhalb von fünf Tagen aufgesucht werden können:


Den Auftakt bildet die aufgegebene belgische Zollstation, die nun als Kulturraum genutzt wird. Unweit davon verweist der "Landgraben" mit den überkommenen, lebendigen Grenzbuchen auf das "Aachener Reich" (14. Jhd.). Einen befremdlichen Kontrast hierzu bilden die Betonrelikte des "Westwalls" – jenes doch so rasch untergegangen "tausendjährigen Reichs". Möglicherweise tatsächlich tausend Jahre alt ist hingegen die Forster Linde, die als lebendes Wesen vieles überdauert hat und in deren Schatten wir über die Erfucht vor dem Leben und den Klimawandel in Austausch treten.

Der "Pferdelandpark" im Bereich des Aachener Lousberg verbindet Fragmente zurückliegender Landnutzungen zu einer Erzählung und macht sie so als Landschaft lesbar. Zum Pferdelandpark zählt auch das unter Landschaftsschutz gestellte Wurmtal. Hier stößt man auf Baudenkmale der jahrhundertelangen Nutzung der Wasserkraft – zugleich ist das Wurmtal auch eines der ältesten Bergbaureviere Europas, das zurückweist bis 1113.

Eben drei Jahrzehnte zurück liegt das Ende des Steinkohlenbergbaus in dieser Region: 1997 wurde die letzte Zeche dieses Steinkohlereviers geschlossen. Das Museum Energeticon thematisiert an diesem Ort den vollzogenen Strukturwandel und den immer noch anstehenden Energiewandel. Die benachbarte 100 Meter in die Höhe ragende Abraumhalde ist bereits Naturschutzgebiet. Hingegen deutlich in die Tiefe gehen die "Phänomene" des Braunkohlenbergbaus. Wahrend das Areal des wiederverfüllten und rekultivierten Tagebaus "Zukunft" nur noch Eingeweihte als solches erkennen, ist der Blausteinsee leicht als geflutetes "Restloch" des einstigen Braunkohlentagebaus zu dechiffrieren, was dessen Attraktivität bei Erholungssuchenden nicht mindert.

Hingegen minderten die vergangenen Dürresommer deutlich erkennbar den Wasserstand des Sees. Einen überwältigend-merkwürdigen Eindruck macht das tiefe Loch des aktiven Tagebaus Inden. Auch dessen Ende ist längst vorgezeichnet. Die Vision Indeland2050 formuliert hierzu Zukunftsszenarien, die das "Loch" in eine positiv konnotierte Seenlandschaft wandeln wollen. Im vergangenen Jahrhundert hätten diese Pläne sehr wahrscheinlich funktioniert – im Zeitalter des Klimawandels steht darüber ein übergroßes Fragezeichen.


Besonderheiten:

Die Landschaft mit Füßen lesen – das Programm enthält hierfür täglich längere Gehstrecken. Es wird vorausgesetzt, dass eine gewissen Kondition besteht und circa 10 bis 15 Kilometer am Tag zu Fuß zurückgelegt werden kann.


Hinweis:

Dieser Bildungsurlaub wird in Zusammenarbeit mit der Akademie LandPartie e.V. durchgeführt. Die Akademie LandPartie ist ein Projekt des Vereins Denkwege e.V. und wurde 2019 – 2020 gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Weitere Informationen finden Sie unter www.akademielandpartie.de





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