Ökologie und Gesellschaft

Hannover. Geschichte einer Stadt zwischen Industrie- und Erinnerungskultur.


Kursnummer F19174 
Kursbeginn Mo., 09.09.2019 
Kursende Fr., 13.09.2019 
Dauer 5 Tage 
Unterrichtseinheiten 40 
 
Mindestteilnehmerzahl
Höchstteilnehmerzahl 18 
 
Teilnahmebeitrag 499,00 € 
Einzelzimmerzuschlag 125,00 € 
Kursgebühr ohne Unterkunft 283,00 €
Leistungen 4 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer mit DU/WC; Studienleitung, Fachführungen, Begegnungen und Eintritte laut Programm.
Nicht enthalten: An- und Abreise. 
Anerkannt: Baden-Württemberg
Berlin
Brandenburg
Bremen
Hamburg
Hessen
Niedersachsen
Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz
Saarland
Schleswig-Holstein
Thüringen
weitere Anerkennungen möglich
 
Kursleitung Marie Dettmer
Kursort: Hotel Loccumer Hof, Hannover
Kurt-Schumacher-Str. 14/16
30159 Hannover
www.loccumerhof.de
 
Dokumente zum Download Infoflyer Hannover - Bildungsurlaub 2019
Programmablauf Hannover - Bildungsurlaub 2019
Wir werden am Beispiel der Stadt Hannover erkunden, welche Voraussetzungen nötig waren, die zur Entwicklung einer Mittelstadt zu einer Industriemetropole führten. Dazu trugen maßgeblich jüdische Einwohner bei, deren Wirken auch in kultureller Hinsicht prägend für die Stadt Hannover war.

Zunächst Residenzstadt der Welfen, erlebt Hannover im Laufe weniger Jahrzehnte den Aufstieg zu einem Industriestandort - ausgehend von Linden, dem "größten Industriedorf Preußens". Die Industrialisierung Hannovers ab Mitte des 19. Jahrhunderts lässt die Bevölkerung innerhalb weniger Jahre um das Zehnfache ansteigen. Wohnungsnot und schlechte Bezahlung führen zu einem ersten Streik von 1868.

Thema des Bildungsurlaubs ist zum einen die Geschichte dieser Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert hinein, in denen Unternehmen wie die Continental, Hanomag, Sprengel, Pelikan und Bahlsen gegründet wurden, deren Marken Weltruf erlangten. Hierzu gehört auch die Geschichte der Gebrüder Berliner, Angehörigen einer hannoverschen jüdischen Familie, die u.a. die Deutsche Grammophon gründeten.

Wir werden Künstlern wie Kurt Schwitters und El Lissitzky, Fotografen wie Hein Gorny und Walter Ballhause, Schriftstellern wie Joachim Ringelnatz und Karl Jakob Hirsch, Philosophen wie Theodor Lessing begegnen.
Vor allem Kurt Schwitters, El Lissitzky und Hein Gorny trugen mit ihrer avantgardistischen Reklamekunst zum Ruhm der großen hannoverschen Firmen bei.

Wir widmen uns zudem der Erinnerungskultur als Teil der Erinnerung an die Geschichte der Stadt Hannover und begeben uns auf Spuren persönlicher Schicksale. So besuchen wir auch die Gedenkstätte Ahlem, die ehemalige jüdische Gartenbauschule. Mit einem Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen als internationalen Erinnerungsort wird an die Todesmärsche auch aus hannoverschen Lagern erinnert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Bildungsurlaubes bildet das Kapitel "Industrie und Umnutzung" in Hannover und dem "Roten Linden" als Kampf um Wohn-, Arbeits- und Industrieraum.

Bei Vorträgen, Gesprächen, Diskussionen und Exkursionen vor Ort erhalten die Teilnehmer so die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild über die wechselvolle Geschichte der Stadt Hannover im Spiegel der letzten 150 Jahre zu machen.

Fotos: www.hannover.de



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