Programm >> Kursdetails

Kurs F18174 "Hannover. Geschichte einer Stadt zwischen Industrie- und Erinnerungskultur."

Wir werden am Beispiel der Stadt Hannover erkunden, welche Voraussetzungen nötig waren, die zur Entwicklung einer Mittelstadt zu einer Industriemetropole führten. Dazu trugen maßgeblich jüdische Einwohner bei, deren Wirken auch in kultureller Hinsicht prägend für die Stadt Hannover war.

Zunächst Residenzstadt der Welfen, erlebt Hannover im Laufe weniger Jahrzehnte den Aufstieg zu einem Industriestandort - ausgehend von Linden, dem "größten Industriedorf Preußens". Die Industrialisierung Hannovers ab Mitte des 19. Jahrhunderts lässt die Bevölkerung innerhalb weniger Jahre um das Zehnfache ansteigen. Wohnungsnot und schlechte Bezahlung führen zu einem ersten Streik von 1868.

Thema des Bildungsurlaubs ist zum einen die Geschichte dieser Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert hinein, in denen Unternehmen wie die Continental, Hanomag, Sprengel, Pelikan und Bahlsen gegründet wurden, deren Marken Weltruf erlangten. Hierzu gehört auch die Geschichte der Gebrüder Berliner, Angehörigen einer hannoverschen jüdischen Familie, die u.a. die Deutsche Grammophon gründeten.

Wir werden Künstlern wie Kurt Schwitters und El Lissitzky, Fotografen wie Hein Gorny und Walter Ballhause, Schriftstellern wie Joachim Ringelnatz und Karl Jakob Hirsch, Philosophen wie Theodor Lessing begegnen.
Vor allem Kurt Schwitters, El Lissitzky und Hein Gorny trugen mit ihrer avantgardistischen Reklamekunst zum Ruhm der großen hannoverschen Firmen bei.

Wir widmen uns zudem der Erinnerungskultur als Teil der Erinnerung an die Geschichte der Stadt Hannover und begeben uns auf Spuren persönlicher Schicksale. So besuchen wir auch die Gedenkstätte Ahlem, die ehemalige jüdische Gartenbauschule. Mit einem Besuch der Gedenkstätte Bergen-Belsen als internationalen Erinnerungsort wird an die Todesmärsche auch aus hannoverschen Lagern erinnert.
Ein weiterer Schwerpunkt des Bildungsurlaubes bildet das Kapitel "Industrie und Umnutzung" in Hannover und dem "Roten Linden" als Kampf um Wohn-, Arbeits- und Industrieraum.

Bei Vorträgen, Gesprächen, Diskussionen und Exkursionen vor Ort erhalten die Teilnehmer so die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild über die wechselvolle Geschichte der Stadt Hannover im Spiegel der letzten 150 Jahre zu machen.

Status:

Details zum Kurs
Zeitraum: Montag, 25.06.2018 bis Freitag, 29.06.2018
Kosten: 489,00 €EUR
Einzelzimmerzuschlag: 118,00 Euro
Mindestteilnehmeranzahl: 6
Höchstteilnehmeranzahl: 18
Unterrichtseinheiten: 40
Leistungen: 4 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer mit DU/WC; Studienleitung, Fachführungen, Begegnungen und Eintritte laut Programm.
Nicht enthalten: An- und Abreise.
Sonstiges: Anerkannt in Baden-Württemberg
Anerkannt in Berlin
Anerkannt in Brandenburg
Anerkannt in Bremen
Anerkannt in Hamburg
Anerkannt in Hessen
Anerkannt in Niedersachsen
Anerkannt in Nordrhein-Westfalen
Anerkannt in Schleswig-Holstein
Anerkannt in Rheinland-Pfalz

weitere Anerkennungen möglich
Unser Service: Ihre (gemeinsame) An- und Abreise kann von uns selbstverständlich organisiert werden.
Dokumente zum Kurs:


[-] Kursort:
Mercure Hotel Hannover Mitte
Postkamp 10
30159 Hannover
https://www.accorhotels.com/de/hotel-5391-mercure-hotel-hannover-mitte
[-] Dozent(en):




<< Zurück   Drucken   Bestellen Sofort zur Anmeldung